Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback



http://myblog.de/goecuador

Gratis bloggen bei
myblog.de





Von Buckelwalen an der Küste bis in den Regenwald an Kolumbiens Grenze

Nachdem hier sehr lange Zeit Funkstille war, aus Faulheit und weil nichts spannendes passiert ist, sollte ich wohl doch über meine letzten größeren Aktivitäten hier berichten.

Eine davon fand von 28.6.-1.7. statt und war unsere Tour an die Küste Ecuadors in die Provinz Manabí, nach Puerto Lopez. Am ersten Tag sind wir zu den Stränden von Los Frailes gefahren, die mit zu den schönsten Stränden Ecuadors zählen! Dort haben wir uns glaub ich über eine Stunde im Meer mit den hohen Wellen vergnügt und sind danach zu einem kleinen Spaziergang auf einen Aussichtspunkt aufgebrochen. Von dort hatte man eine atemberaubende Sicht auf die Nordküste Richtung der Stadt Manta und natürlich auf die Strände und das Meer. Danach haben wir noch 2 andere Strände aufgesucht, die in der Bucht nebenan lagen....wunderschön! Abends gings natürlich auf ein paar Bierchen an den Strand - in Liegestühlen unter Palmen.

Am Mittwoch stand dann der eigentliche Grund unserer Reise an: Die Tour zur Isla de la Plata - die sowas wie ein kleines Galapagos darstellt - und auf dem Weg dorthin die Buckelwale zu beobachten, die jedes Jahr von Juni bis September vor die Küste Ecuadors ziehen um sich dort zu paaren und ihre Jungen zu gebären. Die Wale haben auch nicht lange auf sich warten lassen - großartiges Schauspiel wenn diese riesigen und tonnenschweren Körper wie nichts aus dem Wasser schießen nur um mit einem riesigen Platschen wieder hinein zufallen! Auf der Insel gabs etliche Blaufußtölpel, Fregattvögel und im Meer ein paar niedliche Schildkröen zu sehen - wie auf Galapagos eben, nur eine Nummer kleiner. Auf der Rückfahrt haben wir dann nochmal 2 Wale gesehen - diese hatten sich wohl schon als Pärchen gefunden und haben uns nochmal auf eine eindrucksvolle Show eingeladen: Wie beide parallel senkrecht aus dem Wasser schießen und abwechselnd um die Wette springen/turteln. Ein letztes Highlight bot sich uns als einer der Wale komplett aus dem Wasser sprang - spätestens da waren alle mit offenen Mündern und staunenden Gesichtern zu sehen!

Am selben Tag gings dann noch nach Montanita - einem Surferort und sehr interessant für jegliches Partyvolk. Dort verbrachten wir unsere Tage bis Freitag früh mit Strand und ein bisschen Party.

Am Freitag sind wir dann noch nach Salinas gefahren, einer etwas größeren Stadt mit einer Strandpromenade. Leider war es dort ziemlich kalt, da es an der Küste grad mehr oder weniger Winter ist. Dafür haben wir uns nochmal gute Meeresfrüchte schmecken lassen, dank Chris hab ich auch endlich mal eine Languste probieren können - hier im Vergleich zu Deutschland natürlich spottbillig!

Zweiter hammer Ausflug führte uns vom 7.-10.7. nach Cuyabeno - in den Regenwald zwischen den Grenzen Kolumbiens und Peru. Zunächst ging es mit dem Bus nach Lago Agrio - einer super hässlichen Ölstadt. Von dort 110km landeinwärts mit einem Bus um dann anschließend nochmal rund 30km mit einem Kanu auf dem Fluss Cuyabeno zurückzulegen, bevor wir zu unserem Camp mitten im Wald gelangt sind. Der Weg dorthin war natürlich gespickt von Spinnen, Schmetterlingen, verschiedenen Vogelarten und Affen! Im Camp angekommen hieß es für uns gleich bereit machen zum Schwimmen in der Lagune mit Sonnenuntergang - traumhaft schön! Danach ging es noch ca. 1h auf Nachtwanderung durch den Wald mit allen möglichen Insekten, Spinnen - darunter eine Tarantel - und Fröschen. Im Camp angekommen wurden uns die Haustiere des Camps gezeigt, die immer abends auftauchen: Auf jedem Palmendach saß mindestens eine Tarantel - da schläft man auch gleich viel besser! Kakerlaken gabs natürlich auch, beim Stefan haben sie sogar einen eingepackten Müsliriegel aufgemacht und zum Teil gegessen, bei mir haben sie sich nur im Rucksack versteckt!^^

Der zweite Tag im Dschungel führte uns zunächst in den Wald um die riesigen Ceibo Bäume zu bestaunen und danach zu einer dort ansässigen Gemeinde - die leider sehr touristisch war. Dort durften wir dann Yuccabrot machen, was eigentlich super einfach ist, sehr schnell geht und auch noch richtig lecker schmeckt. Leider hatte der Schamane keine Zeit für uns, der war schon in der Mittagspause in der Hängematte. Deswegen sind wir zurück ins Camp und von dort wieder zum Schwimmen in die Lagune, auf dem Weg haben wir noch einen Süßwasserdelphin entdeckt - niedlich! Abends haben wir uns auf die Suche nach Kaimanen gemacht, aber ohne Erfolg, da das Wasser ziemlich hoch war und diese somit tief im Gebüsch saßen.

Der dritte Tag bescherte uns eine 3-stündige Wanderung im Wald, wo uns alle möglichen nützlichen Pflanzen und wieder etliche Tiere gezeigt wurden. Mein Lieblingstier war glaub ich die Ameise, die nach Limone schmeckt und die kam genau richtig, denn wir hatten viel Hunger! Das lustigste war mit Sicherheit die Überquerung eines Sumpfes, wo viele manchmal steckengeblieben sind. Am Nachmittag hieß es erstmal ausruhen in den Hängematten, bevors es danach wieder zu unserem abendlichen Schwimmtraining ging. Diesesmal haben wir 2 Kaimane gesichtet, man hat aber leider nur den Kopf gesehen! Abends hat sich ins  Camp ein kleiner 2m Kaiman verirrt - richtig süß! Wir durften ihn auch dabei beobachten wir er sich einen Frosch zur Nachspeise geschnappt hat.

An unserem letzten Tag wollten wir eigentlich früh aufstehen um Vögel zu beobacht und Delphine zu suchen - aber leider hat es zu stark geregnet und so blieb uns am letzten Tag nur die Heimreise - 2h im Boot bei strömenden Regen, nicht so toll! Am Flughafen in  Lago Agrio angekommen war auch keine Menschenseele - nicht ein Angestellter! Nach ca. 3h Warten ging es dann auch wieder zurück nach Quito - 25 min Flug, war richtig angenehm und mit einer hammer Aussicht!  Zuerst Regenwald, wohin das Auge blickt und nach ca. 10 min Flug hatte man schon die Anden wieder unter sich. Glaub das ist einzigartig auf der ganzen Welt!

Schonmal Danke an Ecuador, an ein großartiges und einzigartiges Land, in dem es einfach alles gibt - von Dschungel bis zu 6000m hohen Vulkanen, Küste und die Islas Encantadas, Galapagos - an seine großartigen und netten Bewohner, mit denen es in 11 Monaten nicht ein einziges Problem gab und an alle Freunde hier, mit denen ich dieses großartige Jahr genießen durfte!

Eins ist jetzt schon sicher: Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage! (Und ich hoffe, dass dauert nicht allzulang!)

 Fotos gibt es demnächst auf Facebook!

 

11.7.11 19:27


Werbung


Oh wie schön ist Panama!

So nach meiner Panamareise geht es jetzt dann erstmal wieder in die Uni, damit das Wort AuslandsSTUDIUM auch gerechtfertigt ist ;-) Aber zunächst meinen kleinen Reisebericht, aus dem Land, das berühmt ist durch Janosch und seinen Kanal!

 Ankunft in Panama war am 03.03. abends, zum Haus vom Eric gings erstmal quer durch die ganze Stadt und dann noch weiter in den Norden. Bei der Fahrt hatte ich dann auch schon meine erste Kanalüberquerung bei Nacht....sieht schon heiß aus! Am Freitag haben wir dann ein paar Malls zum Zeitvertreib angeschaut und um mir ein paar Klamotten für Karneval zu besorgen. Unglaublich, aber wahr - da kostet alles so zwischen 3-15$....also richtig richtig billig, leider hatten wir an dem Tag nicht so viel Zeit. Am Samstag sind wir dann nach Chitre/Las Tablas gefahren, um den Karneval zu genießen - und hier sind sie wirklich verrückt! Party den ganzen Tag - um 9 in der Früh gehts los, bis 17 Uhr, danach wird der Platz geschlossen um sauber zu machen. Um 20 Uhr geht es dann wieder weiter bis in die Nacht....und das jeden Tag! Am Dienstag wird dann sogar bis 6 Uhr früh gefeiert, da findet quasi ein Kampf zwischen den Königinnen statt. Und den ganzen Tag wird Wasser gespritzt, da es unglaublich heiß ist. D.h. man steht den ganzen Tag in einer Menschenmenge und alles ist patschnass :-) Wir sind auch nur bis Montag abend geblieben, danach sind wir in das Dorf von Erics Oma gefahren, La Candelaria, da gibts noch richtiges Landleben ohne Internetanschluss und nur einem kleinen Tante Emma Laden. Das wichtigste ist der 10-minütige Spaziergang zum Strand! Ein Strand einsam und verlassen, der den ganzen Tag keine Menschen sieht....herrlich. In dem Dorf gabs auch einiges zu erleben, z.B. kochen über offenem Feuer, weil wir am Anfang nicht in das Haus seiner Oma konnten und somit keine Küche hatten. Ein weiteres Highlight war die fast 2m Schlange im Baum, die den Eric fast in den Hals gebissen hätte - und sie war giftig! Wir haben dann eine Schlangenjagd gestartet und das Viech aus dem Baum geholt und mit einem Ast erschlagen - das wars! Eine Nacht haben wir auch am Strand übernachtet, leider mit vielen Ameisen im Zelt und einem Wind, das alles abgehoben ist. Des weiteren gab es leckere Früchte aus dem Garten wie Papaya und jede Menge Kokosnüsse. Ein bisschen Kultur durfte natürlich nicht fehlen - wir hatten das Glück, dass gerade ein neues Haus gebaut wurde - und zwar nach der traditionellen Art mit Lehm und einem Bambusgerüst. Da war am Sonntag natürlich ein riesen Fest und das ganze Dorf hat geholfen - Frauen haben Essen gekocht und die Männer den Schlamm bearbeitet und die Wände gemacht. Am Schluss sind die Hausbesitzer dann in der Brühe baden gegangen - ich natürlich auch, als einzige Blonde war ich einfach zu auffällig! Traditionelles Essen in dieser Region ist übrigens Leguan - und ja ich habs probiert, schmeckt fast so wie Hähnchen!

Danach ging es für mich alleine weiter nach Bocas del Toro, an der Grenze zu Costa Rica, d.h. die Karibikseite des kleinen Landes. Dort habe ich 2 Tage verbracht und es war traumhaft schön! Wir waren schnorcheln im Korallenriff, haben die Delfinbucht - bei uns leider ohne Delfine - besucht und sind zu einer Insel gefahren, die man in 30 min zu Fuß ablaufen konnte. Selbstverständlich mit weißem Sand und in der Mitte ein Palmenurwald. Am nächsten Tag bin ich mit dem Bus zu einem Strand auf meiner Insel gefahren - Boca del Drago - da war es gleich noch schöner! Noch mehr Palmen, ein wilder Strand und weit und breit keine Leute....was will man mehr im Urlaub? Danach bin ich zu Fuß noch zum Seesternstrand, da waren am Ufer lauter Seesterne gelegen und das Wasser so klar, dass man nicht mal eine Taucherbrille brauchte um auf den Grund zu sehen!

Zurück in Panama gings dann am Sonntag erstmal zum Shoppen - bei den Preisen muss das ja auch genutzt werden! Die restlichen Tage waren wir dann noch in Panama selber, den Kanal angesehen, das Zentrum mit den Hochhäusern, die Promenade und ein Viertel das man wohl besser zu Fuß meiden sollte :-) Panama ist allerdings recht klein, das hat mich persönlich überrascht. 

Da war dann die Reise auch schon wieder zu Ende, nun bin ich mal wieder in Ecuador, da wo ich sein sollte und die nächsten Reisen müssen jetzt erstmal ein paar Monate warten. Aber hier gibt es für mich ja auch noch genug zu sehen. Gestern waren wir auf dem Schulfest von Mateo, dem Sohn meines Gastbruders, und da gab es richtige deutsche Bratwürste in der Semmel und richtig gute Brezen....ihr seht momentan fehlt es an nichts!

 Schöne Grüße in die Heimat!

 Bilder: http://img850.imageshack.us/g/panama081.jpg/

28.3.11 17:23


Südamerikatour vom 19.01.-23.02.

Peru: Cusco und Puno 19.-26.01.

Am 19.01. begann meine Reisen nach Cusco, das Zentrum des Inka-Reichs. Dort habe ich mit zunächst mit meiner Freundin, die in Buenos Aires studiert, getroffen. Am 20.01. haben wir uns dann aufgemacht die Stadt zu erkundigen und uns gleich für die City-Tour eingetragen. In Cusco direkt haben wir nur eine Kirche besichtigt, die auf Inkaruinen gebaut wurde, zum Teil innen immer noch sichtbar. Dort haben wir grundlegende Sachen zum Thema Architektur erfahren, z.B. das die Bauten der Inka durch ihre Konstruktion erdbebensicher waren…faszinierend oder? Die Kirche wurde schon mehrmals wieder aufgebaut, weil sie durch Erdbeben zerstört wurde…..die darin befindlichen Inkaruinen wurden bis heute nicht zerstört! Danach ging es weiter, etwas außerhalb von Cuscuo auf einem Berg liegt Saqsayhuaman, damals sowas wie der Regierungssitz der Inka. Cusco war damals in der Form eines Pumas gebaut und Saqsayhuaman bildete den Kopf, Symbol für den Regierungssitz. Die Anlage war sehr interessant, hatte mehrere Stockwerke sozusagen, leider von den Spaniern damals zerstört, da sie die Steine genommen haben um ihre Kirchen zu bauen. In den Mauern kann man an einigen Stellen Tiere, wie z.B. Lamas, erkennen, hatte natürlich damals alles eine bestimmte Bedeutung. Danach ging es weiter nach Q´enqo, einem Ort der weniger spektakulär war. Dor standen auch keine Ruinen, sondern es gab nur eine Höhle unter einem Felsen, wo ein Altar zur Mumifizierung der Toten gedient hat. Die letzten beiden Ruinen des Tages waren Pukapukara, eine militärisch Anlage, die damals zur Überwachung des Tals gedient hat, sollte ja nicht jeder beliebige nach Cusco gelangen. Nebenan lag Tambomachay, wohl sehenswert für seine aquäduktähnliche Anlage mit fließendem Wasser in allen Teilen der Anlage. Nach diesem Tag war uns schon mal klar, dass die Spanier damals eher die sog. „dummen und unterentwickelten“ waren.

Am 21.01. ging es dann zu unserem zweiten Ausflug ins Valle Sagrado, das heilige Tal der Inkas, dessen Spitze Machu Picchu bildet. Besichtigt haben wir den Archäologischen Park von Pisac, ein riesiges Gebiet, die Hektaranzahl hab ich leider vergessen. Für uns gab es in dieser früheren Stadt drei verschiedene Viertel zu bestaunen: Viertel der Künstler, der Bauern und der Meerschweinchenzüchter. Am obersten Hügel war das Haus des Sternenbeobachters, der quasi die Sternbilder beobachtet und analysiert hat. Seine Aufgabe war es Sonne- und Mondkalender zu erstellen. Gegenüber in der Felswand konnte man viele kleine Löcher bestaunen, dies stellte sich als der größte Friedhof heraus, denn man gefunden hat, mit fast 2000 Gräbern! Unser zweiter Stop war in Ollantaytambo, dort wurde man beim Betreten zunächst von einer riesigen Terassenanlage beeindruckt. Ganz oben befand sich der Sonnentempel, von dem leider nicht mehr viel übrig war. Die Terassen waren natürlich für die Landwirtschaft, Mais und Kartoffeln. Zur Zeit der Inka gabs hunderte verschiedene Sorten von Mais und Kartoffeln, unglaublich. Noch raffinierter für uns war, dass es für jeder Stufe ein eigenes Bewässerungssystem gab, irgenwo aus dem Berg abgeleitet….wahnsinn. Letzter Halt war in Chinchero, Ruinen gibt’s hier nicht mehr viel zu sehen, auf das heiligste der Inka wurde nämlich, wie so oft, eine Kirche gesetzt, die aber sehr schön ist. Geblieben ist eigentlich nur der frühere Zeremonienplatz. Dafür war die Stadt umso interessanter, denn hier war noch der Grundriss der Inkas zu erkennen, die Straßen, die Bauweise der Häuser – alles wie zu Zeiten der Inka. Die Straßen hatten alle in der Mitte eine kleine Rinne, damit bei starkem Regen das Wasser abfließen konnte – Verhinderung von Erosion – natürlich auch das ein Relikt der Inkas. Auch die Tradition des Kleidermachens hat hier überlebt – selbe Technik, Muster und Farben wie in Zeiten der Inka.

Das Highlight begann für uns am 22.01. – unsere 2-tägige Tour nach Machu Picchu, der wohl bekanntesten Ruinenstadt in Peru. Die Hinfahrt mit unserem Minibus war schonmal ein Highlight bei einer 3m breiten Straße und einem 300m tiefen Abgrund J Wir sind von Cusco nach Hidroelectrica gefahren, um von dort nach Aguas Calientes zu laufen, das ist die Stadt unterhalb von Machu Picchu. Sage und schreibe 2,5h sind wir im strömenden Regen gelaufen und im Dunklen – mit anderen Worten ekelhaft! Am nächsten Tag hieß es ganz früh aufstehen, damit wir um 6 Uhr am Eingang von Machu Picchu stehen. Leider war das Wetter auch hier alles andere als toll – Nebel und leichter Regen. Gesehen hat man deswegen auch nicht so viel, zumindest am Anfang. Die Tour war sehr interessant, auch hier gab es wieder viele Dinge wo man nur sagen kann: Wow, wie haben sie das denn damals hinbekommen! Auch hier gab es eine Rinne im Boden, in der ständig das Wasser fließt. Die Inka konnten sogar den Druck des Wassers durch verschiedene Bauarten regulieren…wo das Wasser herkommt? Von irgendeinem anderen Berg mit unterirdischen Kanälen nach Machu Picchu geleitet….ja was sagt man dazu. Ein weiteres Highlight ist wohl Huayna Picchu, das ist auf dem großen Berg den man immer auf den Fotos sieht. Auch dort oben gibt es noch Ruinen und man kann hochsteigen – die guten Inka Treppen, dafür wird man mit einem wahnsinns Ausblick belohnt. Wir waren nicht oben, aber der Ausblick von Machu Picchu ins Tal ist auch schon atemberaubend, und die Landschaft ist ein Traum!

Zurück in Cusco haben wir uns erstmal ausgeruht und am 24. nur entspannt, bevor es dann am 25.01. zu unserer nächsten Station in Peru ging – und auch schon unserer Letzten. Puno am Titikakasee! Dort sind wir am 26.01. zu den berühmten schwimmenden Inseln gefahren – die Islas Flotantes, kurz auch nur Uros, nach ihren Einwohnern. Dort wurde uns die Technik erklärt und wir durften die Hütten besichtigen – unglaublich das man da wohnen kann, eine Matratze war für 4 Leute! Das war es auch schon was es in Puno zu sehen gab, unsere nächste Station sollte Copacabana werden, auf der bolivianischen Seite des Sees.

Bilder Cusco/Machu Picchu: http://img683.imageshack.us/g/dsc0211vu.jpg/

Bilder Puno: http://img829.imageshack.us/g/dsc0357xl.jpg/

 

Bolivien: Copacabana, La Paz, Sucre, Potosi, Uyuni vom 26.01.-07.02.

Copacabana war ein recht verschlafenes, touristisches Nest. Lohnend wohl nur für den Ausflug auf die Isla del Sol, den wir am 27.01. gleich wahrgenommen haben. 2,5 Stunden haben wir mit dem wirklich langsamen Boot auf die Insel gebraucht. Dort hat uns dann eine Führung erwartet – und es ging natürlich wieder um Ruinen, diesmal aber von einer Kultur, die dort weit vor den Inkas war. Ruinen sind allerdings auch ein bisschen übertrieben, es sind überwiegend Terrassen zum Anbau von Mais & Co. zu betrachten, die auch heute noch genutzt werden. Wir mussten für weitere Ruinen und Felsen auf einen Hügel steigen wo man eine wirklich beeindruckende Aussicht hatte! Des weiteren gibt es dort im See wohl eine versunkene Stadt – die haben wir aber nicht besucht. *g* Zur Aussicht lässt sich sagen: See wohin das Auge reicht und im Hintergrund sieht man verschneite  Berge….wow!

Bilder: http://img14.imageshack.us/g/img2983er.jpg/

Am 28.01. sind wir dann mit dem Bus nach La Paz gefahren, dabei gings immer am Titicaca entlang, es ist unglaublich wie riesig dieser See ist, das glaub man auch erst wenn mans gesehen hat. Für La Paz hatten wir uns eigentlich nur die berühmte Death Road vorgenommen. Das ist die alte Straße  von La Paz nach Coroico, welche 2005 offiziell für Autos geschlossen wurde. Dort sind jedes Jahr mehr als 25 Autos verunglückt und in die Tiefe gestürzt, auch 18 Touristen mussten schon ihr Leben lassen. Dorthin ging es am 29.01. in aller Frühe. Gestartet sind wir auf 4700m, es war eiskalt und es hatte sogar Schnee! Dann ging es die Strecke runter bis auf 1200m und wir sind mitten im Dschungel gestanden. Der Weg an sich war richtig beeindruckend, eine wunderschöne Hochanden-Landschaft und immer begleitet von einer wahnsinnigen Schlucht neben der  3m breiten Straße. Das war wirklich ein Highlight der gesamten Reise…und positiv: Überlebt haben wirs auch!

Bilder: http://img30.imageshack.us/g/p1290152.jpg/

Am 30.01. standen nur traditionelle Märkte und Ferias in La Paz auf dem Programm. Wir waren auf einer Feria in El Alto (Bezirk oben auf dem Berg), dort konnte man wirklich alles kaufen und alles war voller Menschen. Die zweite Anlaufstelle war Alasita, wo die Bolivianer alles kaufen was sie sich für das Jahr wünschen. Am 31.01. haben wir uns dann nochmal in Ruhe die Stadt angesehen, aber außer dem Präsidentenpalast gabs nicht so viel zu sehen. Interessant war noch die Calle de las brujas – die Hexenstraße. Dort werden getrocknete Baby-Lamas und ähnliches verkauft für die Liebe, Krankheiten oder sonstige Beschwerden. Aber zu La Paz muss ich leider sagen: hässlich und viel zu viele Abgase. Das einzig schöne ist die Aussicht in den höher gelegenen Stadtteilen – man kann die Stadt im Kessel bewundern und im Hintergrund die 6000m hohen, beschneiten Berge!

Bilder: http://img824.imageshack.us/g/img3030wi.jpg/

Am 01.02. sind wir dann nach Sucre gefahren und haben uns dort insgesamt 6 Museen vorgenommen. War ganz schön anstrengend, aber es waren sehr interessante Sachen dabei. Ein Maskenmuseum und ein Museum mit typischer Kleidung der Indigenas. Sucre an sich ist ein nettes kleines Städtchen mit viel kolonialem Flair.

Bilder: http://img69.imageshack.us/g/dsc0603p.jpg/

Die nächste Station war am 03.02. die Silberminen in Potosi! Die Stadt war leider nicht so interessant, das war dafür umso besser – eine wirklich einmalige Erfahrung. Die Silbermine existiert schon seit mehr als 400 Jahren und wir haben uns hinab gewagt. Gewagt im wahrsten Sinne des Wortes – staubige Luft zum umfallen, man konnte fast nicht atmen. Je weiter nach unten es ging, desto heißer wurde es. Aufrecht gehen war dort auch ein Fremdwort – kriechen dafür umso bekannter! Auf allen vieren sind wir in irgendeinen Gang gekrochen um Arbeiter zu finden, ungefährlich war das ganze ganz und gar nicht. 14-jährige haben wir auch arbeiten sehen….gibt wohl auch welche die schon früher anfangen. Den Minenarbeitern mussten wir Geschenke kaufen, wie z.B. ein Stange Dynamit und Coca-Blätter. Coca-Blätter kaut dort im übrigen die ganze Welt, in Bolivien mit Sicherheit keine Droge! Sehr interessant das Ganze, aber nach 2,5h waren wir richtig froh da wieder raus zu sein und Tageslicht zu sehen – das dürft ihr mir glauben!

Bilder: http://img851.imageshack.us/g/img3058.jpg/

Am 05.02. haben wir unsere 3-tägige Jeeptour in Uyuni angetreten. Dabei haben wir am ersten Tag einen Lokfriedhof besichtigt und den berühmten Salar de Uyuni – eine 12000 km² große Salzwüste mit 10m dickem Salz. Wenn es nicht regnet sieht man weit und breit nur weißen Boden, bei uns war allerdings Regenzeit und alles stand unter Wasser. Der Vorteil den wir hatten: Spiegelungen! Jeeps die in der Luft fahren, Menschen die im nichts stehen – unglaublich schön! Das war auf meiner ganzen Reise definitiv der schönste Ort, ihr solltet unbedingt die Fotos ansehen!

Am 06.02. ging es weiter in das Valle de las Rocas – das Felsental. Mitten in einer kargen Landschaft fährt man plötzlich durch ein Felsental, in dem u.a. viele Figuren zu bestaunen sind, z.B. ein Kondor aus Stein. Das weitere Programm waren verschiedene Lagunen im Hochland der Anden Boliviens, die von hunderten von Flamingos bewohnt sind. Die Lagunen haben normalerweise verschiedene Farben, bei uns hat aber leider das Sonnenlicht gefehlt. Zum Mittagessen sind wir im Hochland auf dem höchsten Punkt stehen geblieben….und alles bestand aus Weite. Weit und breit war nichts, nur Wüste und im Hintergrund hat man die Berge gesehen – unbeschreiblich und mit keinem Foto der Welt festzuhalten!

Am 07.02. hieß es richtig früh aufstehen um im Morgengrauen bei den Geysiren anzukommen. Qualm der aus der Erde kommt und im Hintergrund schauen die ersten Sonnenstrahlen über die Bergspitzen – was will man mehr? Richtig: Ein gutes Frühstück und anschließend ein Bad in heißem Thermalwasser! Das haben wir auch alles bekommen. Zu guter Letzt sind wir noch durch die sog. Dali-Wüste gefahren, denke einige von euch werden diese Bild mit der verflossenen Uhr kennen und den wüstenähnlichen Hintergrund – diesen durften wir Live bestaunen. Wieder anzumerken: die unendlichen Weiten! Nach einer letzten Lagune – die leider auch wieder keine Farbe hatte – kamen wir auch schon an der Grenze zu Chile an und unserem Transfer zum nächsten Reiseziel: San Pedro de Atacama!

Bilder: http://img856.imageshack.us/g/dsc1018.jpg/

 

Chile: San Pedro de Atacama 07.-11.02.

San Pedro kann man als touristisches Dorf in der Wüste beschreiben, klein und beschaulich mit netten Restaurants und schönen weißen Häuschen. Ihr fragt euch sicherlich was macht man denn bitte in der Wüste? Ganz einfach – Ausflüge natürlich! Das Problem an San Pedro ist, dass es durch den Touristen Status richtig teuer ist, wir waren deswegen erst einmal im „Dorf Supermarkt“ und haben gekocht. Am 08.02. ging es dann Richtung Valle de la Muerte und Valle de la Luna. Beides erinnert ein bisschen an die Canyon Landschaften in den USA und mit der untergehenden Sonne bekamen sie auch diese unbeschreiblich tolle rötliche Farbe. Den kompletten Sonnenuntergang konnten wir leider wegen Wolken nicht sehen – was sehr schade war, denn gerade dafür sind die Orte bekannt.

Am 09.02. haben wir uns für ein paar Lagunen zum Baden entschieden. 2 davon waren Kreisrund und sahen wie Augen in der Wüste aus, mit Sonne hätten sie auch in einem strahlenden Grün geglänzt – natürlich war es bewölkt! In der Laguna Cejar hatten wir dann ein Erlebnis wie im Toten Meer – im Wasser schweben, das war wirklich klasse. Dazu gab es einen richtig schönen Sonnenuntergang – herrlich.

Am nächsten Tag hab wir uns Fahrräder geliehen und sind zu naheliegenden Ruinen gefahren. Dort sind wir mehrere Stunden in der prallen Sonne auf Hügeln rumgeklettert und auf einen Aussichtspunkt gestiegen. Von da oben hatte man noch einmal einen herrlichen Blick auf das Valle de la Muerte. Am 11.02. ging es dann mit dem Bus weiter nach Argentinien, genauer gesagt nach Jujuy!

Bilder: http://img576.imageshack.us/g/allerlei183.jpg/

 

Argentinien: Jujuy, Salta, Tucuman 11.-21.02.

Jujuy ist eine relativ kleine und ruhige Stadt, hat aber eine schöne Straße in der Stadt zum Bummeln und Kaffeetrinken. Alles was man hier machen konnte: Ausflüge in die Umgebung, die berühmt ist für ihre mehrfarbigen Felsen. Am 12.02. sind wir Richtung Humahuaca gestartet, einem Dorf weiter im Norden. Dabei haben wir auch Pumamarca passiert, berühmt für die Gipfel in 7 Farben – das sieht richtig gut aus. Diese intensiven Farben prägen eigentlich den ganzen Weg zwischen Jujuy und Humahuaca, könnt ihr dann auf den Fotos sehen!

Bilder: http://img854.imageshack.us/g/allerlei249.jpg/

Am 13.02. ging es dann auch schon weiter nach Salta – war schon ein bisschen größer. Ein richtig schnuckliges Städtchen mit einem wunderschönen Hauptplatz, umrundet von netten Cafes und einer langen Fußgängerzone. Am Valentinstag haben wir die Stadt erkundet – mit vielen, vielen Pärchen 0.o  War aber trotzdem ein schöner und gemütlicher Tag – der nächste sollte anstrengend werden!

Am 15.02. stand ein Reitausflug auf dem Programm, 6h haben wir das Glück auf dem Rücken der Pferde gesucht – gefunden haben wir einen Muskelkater. Zum Mittagessen gab es dafür das beste Fleisch, das ich bis jetzt in meinem Leben gegessen habe. Argentinien ist ja berühmt für seine guten Steaks und ich wurde hier nicht enttäuscht. Leider haben wir uns alle restlos überfressen!

Damit nicht genug ging es am folgenden Tag gleich weiter nach Cafayate – einem Weinanbaugebiet. Die Strecke dorthin führte uns durch schöne Felsentäler und Canyonlandschaften. Abends im Hostal hat uns schon das nächste Asado erwartet, das Fleisch war nicht ganz so gut wie am Tag zu vor, aber immer noch um Welten besser als bei uns. Da rutscht das Messer sprichwörtlich durch ohne jeden Kraftakt!

Bilder: http://img843.imageshack.us/g/allerlei291.jpg/

Bevor wir am 17.02. nach Tucuman aufgebrochen sind, haben wir noch ein berühmtes Museum in Salta besucht: Museo de Arqueología de Alta Montaña. Dort sind Kindermumien ausgestellt, die sie auf einem Berg gefunden haben, für die Region hier ist das wie bei uns der Ötzi!

Am 18.02. fand dann der letzte Ausflug in Tucuman statt, nach Tafí del Valle. Schöne saftige grüne Wiesen, gute Süßigkeiten, noch besseren Käse und Wurst. Ich glaub wir haben den ganzen Tag nur gegessen. Danach begann für mich die Rückreise, letzte erwähnenswerte Station bei mir am 22.02. Lima!

Bilder: http://img219.imageshack.us/g/allerlei305.jpg/

 

Peru: Lima 22.02.

In Lima hatte ich leider nur eine Nacht, habe mich aber mit 2 Freunden getroffen, bei denen der Marcel damals bei seiner 3-wöchigen Reise war. Und die zwei waren richtig klasse! Hatte eine super Stadtführung ins Zentrum mit allerlei Infos, einen Gang durchs eigentliche Zentrum – der Stadtteil Miraflores. Danach waren wir schön an der Strandpromenade klassisches Hähnchen essen – Weltklasse! Der Italo hatte Corazon del Res – Rinderherz gegrillt – war sehr lecker, ich weiß viele werden jetzt wieder das Gesicht verziehen. Anschließend haben sie mich in verschiedene Discos geschleppt, um mir in möglichst kurzer Zeit den besten Überblick zu geben! Natürlich waren wir auch noch im Szenediscoviertel Barranco. Probieren musste ich allerlei Biersorten aus Peru, Pisco Sour und zum Essen gab es selbstverständlich die unschlagbare Inca Kola!

Bilder: http://img855.imageshack.us/g/allerlei329.jpg/

Ich hoffe ihr vergnügt euch eine Weile mit dem Mega-Eintrag und den vielen Bildern, denn übermorgen trete ich meine 3-wöchige Reise nach Panama an. Danach erwartet euch selbstverständlich wieder ein Bericht und hoffentlich viele schöne Strandfotos!

 

 

28.2.11 15:54


Galapagos - Islas encantadas!

Ist zwar schon ein bisschen her, aber vom 09.-16.01.2011 haben wir uns auf die Reise zu den Galapagos Inseln aufgemacht. Wir wollten natürlich das klassische Programm, deswegen haben wir uns auf einem kleinen niedlichen Katamaran mit insg. 10 Gästen eingebucht. Das Katamaran allein war schon traumhaft, die Gruppe war super, das Essen war sehr lecker...und die Sonnenuntergänge und Sternennächte atemberaubend! Gestartet sind wir auf der Insel San Cristobal und haben dort die nahe liegende Isla Lobos besucht - für alle nicht Spanischsprecher: Lobos = Seelöwen. Auf der Insel herrschte ein guter Geräuschpegel, Seelöwen wohin man sieht...und die klingen ehrlich gesagt super lustig, wie wenn sie gleich zusammenbrechen oder wie ein total fertiges stöhnen. Weiter Tiere waren die Leguane und verschieden Vögel. Der erste Tag war leider ziemlich kurz, wir sind gegen nachmittags wieder zurück in den Hafen von San Cristobal und hatten abends Zeit die "Stadt" zu erkunden. Da wurden natürlich schonmal fleißig Souvenirs geshoppt :-) Am zweiten Tag sind wir in den frühen Morgenstunden dann zur Insel Española aufgebrochen...war eine ganz schön lange Fahrt! Besucht haben wir den Punta Suarez mit vielen Leguanan und Seelöwen und Bahia Gardener, wo jede Menge Vögel zu sehen waren und noch ein paar zurückgelassene junge Albatrosse...die Erwachsenen waren leider schon weg. Die Aussicht mit der Felsküste wars aber auch auf jeden Fall wert, dass man da war! Abends wurde meistens vorne im Netz gechillt um einen perfekten Tag noch perfekt abzurunden. Tag Nummer 3 führte uns nach Floreana - Post Office Bay, Devil´s Crown, Punta Cormorant. In den frühen Morgenstunden haben wir den Aussichtspunkt der "Baroness" bestiegen, um die Vegetation der Insel zu beobachten...alles sehr trocken! Danach ging es in die Post Office Bay...und dort gibt es wirklich ein Post Office...aus Holzfässern gebaut und voller Postkarten von Touristen...jeder der vorbeikommt und eine Postkarte findet, die er persönlich zustellen kann, muss/kann er sie mitnehmen....der Ursprung dieses Zustellungssystems stammt natürlich - wie kann es anders sein - aus der Piratenzeit! Danach ging es auf zum Devil´s Crown...eine runde Felsengruppe im Meer - klar wurde dort fleißig geschnorchelt.  Sehen konnte man Fisch aller Farben, Formen und Größen...in der Felsengruppe haben wir dann unter einem Felsen 3 schlafende Haie entdeckt und im tiefen Meer auch einen schwimmenden....beeindruckende Tiere! Am Punta Cormorant war der  ganze Strand von Seelöwen reserviert...hatten schon fast Mühe Platz zu finden. Auch hier wurde wieder fleißig geschnorchelt...die Highlights: Mit Seelöwen schwimmen, Meeresschildkröten beim Fressen beobachten, weniger als 1m entfernt! Den vierten Tag verbrachten wir auf der Insel Santa Cruz in Puerto Ayora mit der berühmten Charles Darwin Station, die sich um die bedrohten Landschildkröten kümmert. Der traurigste seiner Art ist wohl der "Lonesome George" (glaube von der Insel Pinta), der letzte seiner Art....paaren wollte er sich nicht mit anderen ähnlichen Arten, deswegen wirds diese Art in ein paar Jahren auch nicht mehr geben. Alle Schildkröten dort fallen natürlich unter die Kategorie Riesenschildkröten...und die sind richtig groß! Den Nachmittag durften auch hier in der Stadt verbringen...war nicht so prickelnd weils wirklich sau heiß war! Am nächsten Tag wär eigentlich die Isal Rabida mit auf dem Programm gestanden, leider hat dort gerade zu der Zeit das neue Rattenvernichtungsprogramm begonnen - somit konnten wir die Insel leider nicht besuchen....und uns blieb nur Puerto Egas auf James Island. Dort gab es - mal wieder - Seelöwen und eine atemberaubend schöne, von Lawa geformte Landschaft zu begutachten. Darunter vielen Lawabrücken, Darwins Toilette (ja das heißt wohl so, ist ein Loch, wo sich der Wasserspiegel erhöht und sinkt und es hört sich wie ne Spülung an). Danach ging es wieder zum Schnorcheln, wo ich glaube einen Manta-Rochen gesichtet zu haben, Haie und Schildkröten waren wieder zu bewundern...und ein Seelöwe, der stark in Spiellaune war und mit uns getaucht ist....richtig süß! Tag Nummer 6 verbrachten wir auf der Insel Bartolome, berühmt für ihre Mondkraterlandschaft und eine atemberaubende Aussicht. Leider konnten wir dort nicht Schnorcheln gehen, weil auch dort das Rattenprogramm stattfand und der Hubschrauber Gift abgeworfen hat. Dafür hatten wir einen Ersatzschnorchelplatz wo wir schwimmende Pinguine gesichtet haben und eine riesiges Lavafeld. Nachmittags - nach einer ewig langen Fahrt - waren wir auf North Seymour zu Gast. Auf dieser Insel sind vorwiegend Blaufußtölpel und die Fregattvögel mit ihrem aufblasbaren roten Sack zu finden...wunderschöne Tiere. Wir hatten auch einen ganz neugierigen jungen Blaufußtölpel der sich frech in unsere Gruppe gedrängt hat und jeden mal aus der Nähe sehen wollte. Bei der Insel gabs auch sehr gute Surferwellen, der Unterschied: Sie werden nicht von Mensch genutzt, sondern von den Seelöwen die in den Wellen surfen! Kurz vor Abend haben wir es sogar noch auf die Insel Mosquera geschafft....super kleine Insel die nur aus Sand und Seelöwen besteht. Unser Guide wäre auch fast vom Bullen attackiert worden, weil er ungünstig im Wasser stand Zu mir kam ein junger Seelöwe - so ein neugieriger Scheißer - um mich mal mit seiner Schnauze am Fuß zu stupsen....unglaublich süß! Zum Fototermin ist er allerdings nicht mehr ganz geblieben...man kanns halt nicht erzwingen. Am vorletzten Tag gings nach Santa Fe...dort haben wir in einer herrlichen Bucht geankert. Auf dieser Insel gab es die größten Landleguane zu sehen. Unser Guide hat die Theorie, dass diese Tiere nicht ganz so intelligent sind...kurze Geschichte: Eine Touristin hatte auf ihrene Schuhen eine Blume kleben mit einem saftigen Grün...der Leguan hat sich auf ihren Schuh gesetzt und die künstliche Blume gefressen...eine nette Anekdote! Zu den Leguanen noch ein kleines Wort: Die wahrscheinlich faulsten Tiere Galapagos! Die Landleguane essen die Blüten von den Kakteen, da sie aber nicht gut klettern können, warten sie eben bis die Blüten  herunterfallen....den ganzen Tag, das ganze Jahr :-) Die Wasserleguane sieht man meistens auch nur ihre Temperatur regulieren, sind aber wohl exzellente Taucher dafür! Am Nachmittag hatten wir eine ganz lange Schnorchelrunde vor uns - und es sollte interessant werden. In dieser Bucht hält sich nämlich immer ein riesiger Schwarm kleiner Fisch auf....abertausende von Fischen haben da den Boden bedeckt: wahnsinn! Das Highlight waren dann die vier Haie die unter uns durchgezogen sind...und 4 verschieden Arten noch dazu...ich weiß die Namen aber leider nicht mehr. Wunderschön anzusehen...da bekommt man fast Lust einen Tauchschein zu machen und dann zu den nördlichen Inseln Darwin und Wolf zu fahren um die Haischwärme mit hunderten von Tieren zu bestaunen....irgendwann mal vielleicht, wir wollen ja nicht übertreiben! Am letzten Tag ging es wieder zurück zur Insel San Cristobal, dort sind wir zum Felsen Kickers Rock gefahren...auch gigantisch diese Ding mitten im Meer...natürlich Zufluchtsort für allerlei Vogelgetier :-) Das war der letzte Ort unsrer Galapagosreise...danach gings ab ins Flugzeug und wieder aufs Festland. Zu Galapagos kann ich sagen: Wirklich wunderschön, ein Paradies für alles Naturfreunde!  Kritik: Tourismus...es gibt dort wirklich riesen Schiffe mit mehr als 100 Leuten...und es gibt viel zu viele Schiffe. Einige haben schon erkannt, dass der Tourismus hier nicht unbedingt immer weiter wachsen sollte....glaube deswegen wird auch die Nationalparkgebühr von 100 auf 200$ angehoben, und natürlich um zu investieren....auf jeden Fall empfehlenswert!

Fotos gibts auf Facebook!

24.2.11 19:11


Besuch aus der Heimat

Direkt nach der Woche am Strand, mit etwas bescheidenem Wetter, trafen am 23.12. auch schon meine Eltern in Quito ein. Mit 15° hat es sie erst einmal ordentlich gefroren, da sie ja aus dem mit 37° verwöhnten Buenos Aires anreisten. Am Abend stand gleich die erste Probe auf dem Plan – Weihnachtsfeier in unserem Haus mit 21 Personen. Dazu kann ich sagen: Alkohol, Alkohol und Alkohol. Essen gab es erst um 11 und danach schon Geschenke….ja es war erst der 23. Warum sie das so gemacht haben weiß ich nicht, evtl. weil sich am nächsten Tag nicht mehr alle gesehen haben.

Am 24. ging es zum ersten Ausflug nach Mitad del Mundo und dem einzig bewohnten Vulkankrater der Welt, dem Pululahua. Dort haben wir in einem schicken Restaurant gegessen und uns für abend ausgeruht. Diesmal waren wir bei der Schwester meines Gastvaters eingeladen. Auch hier kann ich nur sagen, ganze –wirklich ganze- Familie am Start, viel Alkohol und Essen um halb 12. Es gab Truthahn, Rind, Lachs und einen super leckeren Kartoffelauflauf, alles mit Selbstbedienung. Unsere deutschen Plätzchen und Lebkuchen haben übrigens auch immer noch einen Platz im Magen gefunden und sehr gut geschmeckt!

Am 25. stand ein sehr langer Ausflug auf dem Programm – es ging Richtung Norden zur Wallfahrtskirche von Quinche, dem Indiandermarkt von Otavalo und schließlich nach Ibarra, berühmt für Helado de Paila (Eis). In Quinche haben wir eigtl. nur die Kirche angesehen und meine Eltern waren von den Indigenas begeistert (Zitat: Wie wenn du die Andenvölker in Peru im Fernsehen siehst). Zur Stärkung gabs Zuckerrohrsaft und andere Spezialitäten des Landes. In Otavalo haben wir uns dann eine Zeit lang auf dem Markt aufgehalten. Ich hab mir fürs Skifahren gleich mal eine Alpaca-Mütze zugelegt! Danach ging es zum Mittagessen, das gute berühmte „Fritada“ (Schweinefleisch) aus Ecuador. Gegen spätnachmittags sind wir in Ibarra – auch die weiße Stadt genannt – eingetroffen, um das Eis zu testen, köstlich! Freundlicherweise hat sich über der Stadt auch der Vulkan Cayambe mit seinen weißen Gipfeln gezeigt.

Am 26. Hieß es dann endlich Quito erkunden. Zuerst ging es auf unseren Hausberg – den Vulkan Pichincha mit einer Gondel. Von dort oben hatte man eine schöne Sicht auf die Stadt. Danach weiter zum Panecillo, einem Hügel mit einer Jungfrauenstatue und ebenfalls einer herrlichen Aussicht über die Stadt, speziell das historische Zentrum. Dies war auch gleich unser nächste Ziel mit dem Präsidentenpalast, Plaza Grande, und sämtlichen Kirchen. Von den Kirchen hat es uns La Compania besonders angetan, denn diese Kirche besteht innen komplett aus Gold! Die schönste, die ich bis jetzt gesehen hab. Abends ging es dann ins Stadtviertel Ichimbia, dort gibt es Restaurants, von denen man ebenfalls einen atemberaubenden Ausblick über ganz Quito hat. Nachts sieht das natürlich noch schöner aus, mit all seinen Lichtern.

Montag, den 27. Haben wir uns ins Dschungelähnliche Mindo aufgemacht, obwohl es nur  ca. 80km von Quito entfernt ist, ändert sich die Vegetation doch ziemlich drastisch. Mindo lässt sich auch als Abenteuerspielplatz für Erwachsene umschreiben, mit Rafting, vom Wasserfall abseilen, oder Hochseilgärten mitten übern dem dichten Blätterdach des Dschungels. Angefangen haben wir in einem Schmetterlingshaus und mit der Beobachtung von Kolibris – welche es dort in Massen gibt! Mein Vater und ich haben zudem 2 Tukane in den Baumwipfeln gesichtet. Danach sind wir mit einer Art „Gondel“ über die Schlucht gefahren um die Wasserfallroute abzulaufen. Leider hat es so fest geregnet, dass der Weg ein einziges Schlammloch war. Wasserfälle waren trotzdem schön, mit Hängebrücken die in Deutschland garantiert nicht durch den TÜV kommen würden. Meine Mutter ist bei einer auch abgerutscht und mit viel Glück nicht in den Fluss gefallen – was für ein Schock! Für Xavier und mich ging es danach in den Hochseilgarten. Den sollte man sich anders vorstellen als bei uns, nämlich nur mit einhängen und losfahren – und das auf 10 Bahnen! Was für ein Wahnsinn sag ich euch – mal wurde man kopfüber gehängt, mal an einen Guide und in Superman-Position – richtig edel. Unter sich immer das Blätterdach des Dschungels! Am Schluss haben wir noch einen Orchideengarten besichtigt – meine Mutter ganz aus dem Häuschen. Zig Orchideenarten, die auf natürliche Art nur in Mindo wachsen, und mit Blüten die man mit der Lupe ansehen muss!

Für den nächsten Tag war dann nur relaxen geplant. Mittags hat meine Mutter gekocht – Grießnockerlsuppe, Schnitzel mit Kartoffel- und Gurkensalat – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut das nach 3 Monaten plötzlich schmeckt! Nachmittags sind wir dann nach Papallacta gefahren, wo es Bäder mit heißen Thermalquellen gibt. Das war richtig schön angenehm paar Stunden in dem heißen Wasser vor sich hin zu kochen sag ich euch!

Vom 29.12.-01.01. waren wir dann in Banos, etwas weiter im Süden, über uns den rauchenden Schlot des Tungurahua. Aber der Reihe nach….am 29.12. sind wir zunächst zu einer Expedition zum Cotopaxi gestartet und dieses mal bin ich auch oben angekommen – auf 4810m! Meine Mutter hat es leider nicht geschafft, da war ihr die Luft eindeutig zu dünn. Am 30.12. haben wir in Banos die Straße der Wasserfälle besucht und sind des öfteren  mit diesen Gondeln über die Schlucht gedüst, war richtig witzig. Abends gab es dann eine schöne Massage in unserem Hostal, wobei ich allerdings das Gefühl hatte, dass mir meine linke Schulter wegmassiert wurde…..autsch. Für den 31. ging es dann nach Puyo – sprich Richtung Beginn des Dschungels! Meine Eltern waren davon ganz begeistert, den Dschungel hatten sie so ja auch noch nicht gesehen. In Puyo sind wir dann zum „Casa de los Monos“ gefahren, eine Art Auffangstation für misshandelte Affen, die in Familien gelebt haben oder nach Europa verschifft werden sollten. Ich sags euch, die waren richtig süß! Einer hat sich auf dem Kopf meiner Mutter eingenistet und dort gefuttert, später ist er dann auf meinen Kopf umgestiegen. Richtig goldig und Hände wie ein Baby…..*schmacht*. Nun aber genug der Schwärmerei, jetzt zu den Bräuchen hier an Sylvester. Hier ist es Tradition, dass um 12 Uhr selbst gemachte Puppen verbrannt werden. Die Männer verkleiden sich zudem als Frauen, die dann um Mitternacht um die Puppen weinen, wenn symbolisch das alte Jahr verbrannt wird. Zudem stehen diese „Frauen“ tagsüber an den Straßen und errichten Straßensperren. Sie tanzen dann vor deinem Auto, damit du ihnen ein paar Cent gibst. Feuerwerk ist hier glaub ich nicht so populär, dafür umso mehr die Puppen, darum dreht sich eigentlich alles – und natürlich ums draußen Feiern! Wir waren mit meinen Eltern und Xavier in einem kleinen Hotel beim Abendessen, mit 6-Gang Menü, einer Flasche Wein und danach sind wir ins Stadtzentrum gegangen. Dort waren Bühnen mit Live-Musik und jeder Menge Party und tanzen angesagt. Am 01.01. sind wir dann zur Aussichtsplattform des Tungurahua gefahren, was schlichtweg ein Baumhaus ist, mit einer Schaukel unten dran. Die Schaukel war allerdings nichts für schwache Nerven, denn man schaukelt Richtung Abgrund. Aber es ist immerhin ein schönes Bild entstanden – im Hintergrund natürlich den Vulkan. Bei der Heimfahrt haben wir noch einen Abstecher zum Kratersee Quilotoa gemacht, welcher aber komplett im Nebel verschwunden war. Dafür hat sich uns ein atemberaubender Blick auf die ganze Vulkanstraße geboten! Cotopaxi, Chimborazo, Tungurahua, Cayambe….alles was schneebedeckte Gipfel hatte war an diesem Tag zu sehen – das ist, wenn überhaupt, einmal im Jahr der Fall!

Das war die Woche hier mit meinen Eltern, eine superschöne Zeit und wir hatten richtig Glück, dass Xavier uns durchs halbe Land kutschiert hat! Meine weiteren Pläne sehen wie folgt aus, es wird wohl längere Zeit keinen Blog mehr geben, denn ich gehe auf Reisen. Am 09.01. geht es bis zum 16.01. nach Galapagos, ein paar Inseln abklappern. Zurück wird ich gleich für Peru, Bolivien, Chile und Argentinien packen – vom 19.1.-23.02. Damit nicht genug fängt für mich Karneval am 03.03. in Panama an und die Landestour wird am 24.03. enden. Im April werde ich dann auch die Uni wieder von innen sehen – oh graus! Gott sei Dank nur mit Mikro als Fach….wird entspannt glaub ich! Soweit von mir und meinen Plänen, nochmal ein gutes Neues an alle, sobald ich Luft hab melde ich mich wieder!

Fotos: http://img684.imageshack.us/g/imgp7069z.jpg/

7.1.11 16:18


La Ruta del Sol

Endlich gehts mal weiter hier mit meinen Berichten...! Wie einige ja bereits wissen war ich mit Leo, nem Freund aus der Uni, vom 15.-22.12. auf der Ruta del Sol unterwegs. Das bedeutet die Küste Ecuadors von Nord nach Süd abfahren. Angefangen haben wir im Norden in Esmeraldas/Tonsupa und Atacames. Alles sehr beliebte Ferienziele der Quitenos, deswegen auch zu Ferienzeit nicht zu empfehlen. Leider hatten wir mit dem Wetter nicht so viel Glück und die ersten Tage hats nur geregnet, was aber nicht heißt das es kalt war, wir sind ja schließlich an der Küste am Äquator!

Am nächsten Tag ging es weiter nach Pedernales, das kurz nach dem Äquator gelegen ist. Auch hier war das Wetter zwar nicht so berauschend, das Meer war dafür umso herrlicher, mit einem schönen Wellengang. Da bleibt man auch schonmal ne Stunde im Wasser, bis man dann weiter nach Mompiche fährt. Das war ein wirklich sehr einfaches Fischerdorf, das auch noch keine geteerten Straßen hat. Da konnte man erfahren was Ruhe und Frieden bedeutet. Danach ging es weiter nach Canoa, dort sind wir gleich 2 Tage geblieben, weil a) die Sonne endlich mal schien und b) wir ein super Hotel hatten. Der Strand war auch hammer! So lässts sichs leben sag ich euch!

Von Canoa ging es nach Bahía de Caráquez zum frühstücken bzw. mittagessen. Camarones al ajillo....Shrimps in einer super leckeren Knoblauchsauce...ich sags euch das Essen da war soooooo lecker. Lauter gute (aber leider auch fette) Köstlichkeiten gibts an der Küste. Und immer frische Shrimps, Garnelen, Fisch und was man sich nicht wünscht, ein Traum! Durch die Klimaerwärmung hat Bahía leider keinen Strand mehr, weil das Meer alles gefressen hat, deswegen ging es für uns ganz schnell weiter nach Crucita. Dort haben wir erstmal eine Badepause eingelegt und beim Abendessen haben wir den sich im Meer tummelnden Delfinen beim Spielen und Springen zugeschaut. 

Man muss sich vorstellen, dass das alles nur kleine Städtchen und Dörfer sind, deswegen war ich erschrocken, als wir am nächsten Tag zum Frühstück in Manta einfuhren. Einer Millonenstadt mit Fischfabriken, die zum Himmel stinken. Deswegen gings nach dem Essen schnell weiter nach  Monte Christi, das liegt zwar im Landesinneren, dort werden aber die weltweit berühmten Panama Hüte hergestellt, und im Vergleich zu Deutschland kann man sie dort sehr sehr günstig erwerben!

Weiter ging es von dort nach Puerto López, wo wir einen Ausflug auf die Isla de la Plata gebucht haben. Danach sind wir weiter ins weltberühmte Montanita gefahren, auch als Paradies für derbe Chiller und Mariuhana-Fans bekannt. Die Leute die dort rumliefen sahen auch dementsprechend aus - total zugekifft! Aber ein wunderschöner Ort, mit einer guten Touristruktur....Bars, Restaurants, Discos, Reggae am Strand mit Lagerfeuer - für jeden was dabei. Der Strand hat auch nicht schlecht ausgesehen, leider hat es mal wieder geregnet!

Am nächsten Tag in der Früh stand endlich unser Ausflug zur Insel an. Glaub so ein trockenes und heißes Klima gibts sonst nur in der Wüste - que bestia! Dafür haben wir vor Galapagos schonmal Schildkröten, Blaufußtölpel und anderes Getier gesichtet. Ein 3h-Marsch in der prallen Sonne mit auf und ab schlaucht aber ganz schön! Im Januar fängt jetzt die Regenzeit an, dh dann verwandelt sich die Insel in ein grünes Paradies. Nach dem Schnorcheln gings wieder zurück, dort haben wir uns im Hostal unseres Guides eingenistet und gleich ein paar Kontakte geknüpft. Ab Juni kommen nämlich die Buckelwaale vor die Küste um sich zu paaren, das Schauspiel werd ich mir hoffentlich nicht entgehen lassen!

An unserem letzten Tag ging es vor der Heimfahrt nochmal in den Nationalpark Machalilla (dazu zählt auch die Insel). Selbiger beherbergt auch einen Strand namens los Frailes....que belleza! Waren dort 2h spazieren, Tiere beobachten, richtig schön.

Danach gings 8 anstrengende Stunden zurück nach Quito, mit kurvenreichen Straßen, Schlaglöchern, Bussen, LKWs, das ganze Programm. Wir sind aber gut angekommen, im Gegensatz zu einem Bus, dens aus der Kurve (Curva de la muerte) gehaut hat - 33 Tote. Das ist hier in den Ferien leider immer Alltag...

Den nächsten Eintrag gibt es über Weihnachten, den Besuch und die Ausflüge mit meinen Eltern!

Auch ein nicht so schönes Thema: Überfälle in unserer Straße! Unser Nachtbar wurde ausgeraubt, der Nachbar gegenüber wurde paar Tage darauf ausgeraubt (natürlich immer schön bewaffnete Überfälle). Danach hat sich die Straße einen 24h Wachdienst angeschafft, war aber leider nur 2 Wochen im Einsatz, da die Wachleute kein Klo hatten. Gestern Nacht sind sie dann bei uns eingestiegen (Gott sei Dank nicht bewaffnet), haben die Tür verriegelt, dass wir das Haus nicht verlassen können und haben sämtliche Kabel aus dem Auto ausgebaut, inkl. Tachometer und Radio! Das ist leider die nicht so schöne Seite hier......trotzdem mir gehts gut und gefällts trotzdem weiterhin sehr gut! Fotos: http://img690.imageshack.us/g/rutadelsol209b.jpg/

5.1.11 18:38


Fiestas de Quito II

Nach einer feierlastigen Woche stehe ich nun wieder zur Verfügung! Für uns gingen die Festivitäten leider erst am Mittwoch los, da wir am Dienstag noch eine Abschlusspräsentation in der Früh hatten. Am Mittwoch sind wir aber dann gleich richtig traditionell gestartet, nämlich mit einem Chiva, der von Jungs aus der Uni gemietet war. Chiva ist ein kleiner Bus, der offen ist, da kann man schön sitzen und Canelazo trinken und oben auf dem Dach trötet die Blaskapelle traditionelle Lieder aus Quito, Ecuador, Südamerika…ich weiß es nicht J Sind dann auch durchs historische Zentrum gefahren, wo der König und die Königin des Busses gekürt wurden, sehr amüsant!

Donnerstag ging es dann mittags zum Stierkampf, mit hat es damals in Málaga schon nicht gefallen und hier ebenso wenig. Wobei die Arena ganz interessant war, denn 200m über der Arena haben die Flugzeuge zum Landen angesetzt…alle 10 Minuten, interessanter Anblick! Fotos vom Stierkampf könnt ihr euch dann anschaun, wenn ich die Bilder oben hab. Die Party fing allerdings danach an, nach dem Stierkampf pilgert gefühlt halb Quito zum Plaza de los Toros um so richtig zu feiern….und die Quitenos trinken viel! Wir haben uns entschieden ins Partyzentrum zu fahren und sind dann bei einem lukrativen Angebot hängengeblieben.

Samstagabend ging es in den Süden von Quito, nach Quitumbe. Dort fanden nämlich seit Freitag kostenlose Konzerte statt. Am Samstag sollte es für uns Calle 13 sein…wer sie nicht kennt: aktuell spielen sie einen Mischmasch aus Hiphop und Ska mit schönen Liedern! Live sind sie allerdings 10 mal so gut wie auf Cd, musste ich leider feststellen! J

Nach den Fiestas war für mich erst einmal Makro lernen angesagt und Präsentation in Marketing International ausarbeiten. Am Dienstag wurde uns dann gesagt, dass in Makro Open Book-Situation vorherrschen wird….wie schön, dann hatte sich das mit dem Lernen auch schon erledigt! Examen war dafür natürlich umso schwerer…aber glaub trotzdem nichts im Vergleich zu Deutschland J In Marketing International haben wir eine von den besten 3 Präsentationen abgeliefert….was will man mehr!

Gestern haben wir uns dann endlich mit der Galapagos-Reise belohnt! Vom 9.-16.1. geht’s für eine Woche auf einem Katamaran von Insel zu Insel…..ich freu mich, könnt ihr euch ja wahrscheinlich vorstellen. Morgen wird sich herausstellen ob mein Strandurlaub nun stattfindet oder nicht, aber ich hoffe es einfach mal J

Für mich ist die Uni hier übrigens zunächst einmal beendet, im nächsten Trimester findet mein Kurs nicht statt, somit habe ich beschlossen nichts zu belegen und mir frei zu nehmen. Für März stehen schon 100%ig 3 Wochen Panama auf dem Plan, der Rest befindet sich aktuell noch in Arbeit!

 Mein Geburtstag wurde natürlich auch gefeiert - wenn auch ohne euch :-( Am Abend sind wir mit der Familie zum Pizzaessen gegangen, was wirklich sehr sehr sehr lecker war und außerdem habe ich noch sehr leckere Schokopralinen geschenkt bekommen....hm! Danach waren wir mit ein paar Freunden von der Uni im Bräuplatz - selbstverständlich gabs da eine Mass Bier! Ausgeklungen hat der Abend in einer Disco, die Gott sei Dank mal nicht so kommerziell gestaltet war, eine gute Abwechslung.

Auch hier nochmal ein Dankeschön für alle Glückwünsche :-)

Fotolinks: http://img833.imageshack.us/g/stierkampf028.jpg/


13.12.10 03:51


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung