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Besuch aus der Heimat

Direkt nach der Woche am Strand, mit etwas bescheidenem Wetter, trafen am 23.12. auch schon meine Eltern in Quito ein. Mit 15° hat es sie erst einmal ordentlich gefroren, da sie ja aus dem mit 37° verwöhnten Buenos Aires anreisten. Am Abend stand gleich die erste Probe auf dem Plan – Weihnachtsfeier in unserem Haus mit 21 Personen. Dazu kann ich sagen: Alkohol, Alkohol und Alkohol. Essen gab es erst um 11 und danach schon Geschenke….ja es war erst der 23. Warum sie das so gemacht haben weiß ich nicht, evtl. weil sich am nächsten Tag nicht mehr alle gesehen haben.

Am 24. ging es zum ersten Ausflug nach Mitad del Mundo und dem einzig bewohnten Vulkankrater der Welt, dem Pululahua. Dort haben wir in einem schicken Restaurant gegessen und uns für abend ausgeruht. Diesmal waren wir bei der Schwester meines Gastvaters eingeladen. Auch hier kann ich nur sagen, ganze –wirklich ganze- Familie am Start, viel Alkohol und Essen um halb 12. Es gab Truthahn, Rind, Lachs und einen super leckeren Kartoffelauflauf, alles mit Selbstbedienung. Unsere deutschen Plätzchen und Lebkuchen haben übrigens auch immer noch einen Platz im Magen gefunden und sehr gut geschmeckt!

Am 25. stand ein sehr langer Ausflug auf dem Programm – es ging Richtung Norden zur Wallfahrtskirche von Quinche, dem Indiandermarkt von Otavalo und schließlich nach Ibarra, berühmt für Helado de Paila (Eis). In Quinche haben wir eigtl. nur die Kirche angesehen und meine Eltern waren von den Indigenas begeistert (Zitat: Wie wenn du die Andenvölker in Peru im Fernsehen siehst). Zur Stärkung gabs Zuckerrohrsaft und andere Spezialitäten des Landes. In Otavalo haben wir uns dann eine Zeit lang auf dem Markt aufgehalten. Ich hab mir fürs Skifahren gleich mal eine Alpaca-Mütze zugelegt! Danach ging es zum Mittagessen, das gute berühmte „Fritada“ (Schweinefleisch) aus Ecuador. Gegen spätnachmittags sind wir in Ibarra – auch die weiße Stadt genannt – eingetroffen, um das Eis zu testen, köstlich! Freundlicherweise hat sich über der Stadt auch der Vulkan Cayambe mit seinen weißen Gipfeln gezeigt.

Am 26. Hieß es dann endlich Quito erkunden. Zuerst ging es auf unseren Hausberg – den Vulkan Pichincha mit einer Gondel. Von dort oben hatte man eine schöne Sicht auf die Stadt. Danach weiter zum Panecillo, einem Hügel mit einer Jungfrauenstatue und ebenfalls einer herrlichen Aussicht über die Stadt, speziell das historische Zentrum. Dies war auch gleich unser nächste Ziel mit dem Präsidentenpalast, Plaza Grande, und sämtlichen Kirchen. Von den Kirchen hat es uns La Compania besonders angetan, denn diese Kirche besteht innen komplett aus Gold! Die schönste, die ich bis jetzt gesehen hab. Abends ging es dann ins Stadtviertel Ichimbia, dort gibt es Restaurants, von denen man ebenfalls einen atemberaubenden Ausblick über ganz Quito hat. Nachts sieht das natürlich noch schöner aus, mit all seinen Lichtern.

Montag, den 27. Haben wir uns ins Dschungelähnliche Mindo aufgemacht, obwohl es nur  ca. 80km von Quito entfernt ist, ändert sich die Vegetation doch ziemlich drastisch. Mindo lässt sich auch als Abenteuerspielplatz für Erwachsene umschreiben, mit Rafting, vom Wasserfall abseilen, oder Hochseilgärten mitten übern dem dichten Blätterdach des Dschungels. Angefangen haben wir in einem Schmetterlingshaus und mit der Beobachtung von Kolibris – welche es dort in Massen gibt! Mein Vater und ich haben zudem 2 Tukane in den Baumwipfeln gesichtet. Danach sind wir mit einer Art „Gondel“ über die Schlucht gefahren um die Wasserfallroute abzulaufen. Leider hat es so fest geregnet, dass der Weg ein einziges Schlammloch war. Wasserfälle waren trotzdem schön, mit Hängebrücken die in Deutschland garantiert nicht durch den TÜV kommen würden. Meine Mutter ist bei einer auch abgerutscht und mit viel Glück nicht in den Fluss gefallen – was für ein Schock! Für Xavier und mich ging es danach in den Hochseilgarten. Den sollte man sich anders vorstellen als bei uns, nämlich nur mit einhängen und losfahren – und das auf 10 Bahnen! Was für ein Wahnsinn sag ich euch – mal wurde man kopfüber gehängt, mal an einen Guide und in Superman-Position – richtig edel. Unter sich immer das Blätterdach des Dschungels! Am Schluss haben wir noch einen Orchideengarten besichtigt – meine Mutter ganz aus dem Häuschen. Zig Orchideenarten, die auf natürliche Art nur in Mindo wachsen, und mit Blüten die man mit der Lupe ansehen muss!

Für den nächsten Tag war dann nur relaxen geplant. Mittags hat meine Mutter gekocht – Grießnockerlsuppe, Schnitzel mit Kartoffel- und Gurkensalat – ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut das nach 3 Monaten plötzlich schmeckt! Nachmittags sind wir dann nach Papallacta gefahren, wo es Bäder mit heißen Thermalquellen gibt. Das war richtig schön angenehm paar Stunden in dem heißen Wasser vor sich hin zu kochen sag ich euch!

Vom 29.12.-01.01. waren wir dann in Banos, etwas weiter im Süden, über uns den rauchenden Schlot des Tungurahua. Aber der Reihe nach….am 29.12. sind wir zunächst zu einer Expedition zum Cotopaxi gestartet und dieses mal bin ich auch oben angekommen – auf 4810m! Meine Mutter hat es leider nicht geschafft, da war ihr die Luft eindeutig zu dünn. Am 30.12. haben wir in Banos die Straße der Wasserfälle besucht und sind des öfteren  mit diesen Gondeln über die Schlucht gedüst, war richtig witzig. Abends gab es dann eine schöne Massage in unserem Hostal, wobei ich allerdings das Gefühl hatte, dass mir meine linke Schulter wegmassiert wurde…..autsch. Für den 31. ging es dann nach Puyo – sprich Richtung Beginn des Dschungels! Meine Eltern waren davon ganz begeistert, den Dschungel hatten sie so ja auch noch nicht gesehen. In Puyo sind wir dann zum „Casa de los Monos“ gefahren, eine Art Auffangstation für misshandelte Affen, die in Familien gelebt haben oder nach Europa verschifft werden sollten. Ich sags euch, die waren richtig süß! Einer hat sich auf dem Kopf meiner Mutter eingenistet und dort gefuttert, später ist er dann auf meinen Kopf umgestiegen. Richtig goldig und Hände wie ein Baby…..*schmacht*. Nun aber genug der Schwärmerei, jetzt zu den Bräuchen hier an Sylvester. Hier ist es Tradition, dass um 12 Uhr selbst gemachte Puppen verbrannt werden. Die Männer verkleiden sich zudem als Frauen, die dann um Mitternacht um die Puppen weinen, wenn symbolisch das alte Jahr verbrannt wird. Zudem stehen diese „Frauen“ tagsüber an den Straßen und errichten Straßensperren. Sie tanzen dann vor deinem Auto, damit du ihnen ein paar Cent gibst. Feuerwerk ist hier glaub ich nicht so populär, dafür umso mehr die Puppen, darum dreht sich eigentlich alles – und natürlich ums draußen Feiern! Wir waren mit meinen Eltern und Xavier in einem kleinen Hotel beim Abendessen, mit 6-Gang Menü, einer Flasche Wein und danach sind wir ins Stadtzentrum gegangen. Dort waren Bühnen mit Live-Musik und jeder Menge Party und tanzen angesagt. Am 01.01. sind wir dann zur Aussichtsplattform des Tungurahua gefahren, was schlichtweg ein Baumhaus ist, mit einer Schaukel unten dran. Die Schaukel war allerdings nichts für schwache Nerven, denn man schaukelt Richtung Abgrund. Aber es ist immerhin ein schönes Bild entstanden – im Hintergrund natürlich den Vulkan. Bei der Heimfahrt haben wir noch einen Abstecher zum Kratersee Quilotoa gemacht, welcher aber komplett im Nebel verschwunden war. Dafür hat sich uns ein atemberaubender Blick auf die ganze Vulkanstraße geboten! Cotopaxi, Chimborazo, Tungurahua, Cayambe….alles was schneebedeckte Gipfel hatte war an diesem Tag zu sehen – das ist, wenn überhaupt, einmal im Jahr der Fall!

Das war die Woche hier mit meinen Eltern, eine superschöne Zeit und wir hatten richtig Glück, dass Xavier uns durchs halbe Land kutschiert hat! Meine weiteren Pläne sehen wie folgt aus, es wird wohl längere Zeit keinen Blog mehr geben, denn ich gehe auf Reisen. Am 09.01. geht es bis zum 16.01. nach Galapagos, ein paar Inseln abklappern. Zurück wird ich gleich für Peru, Bolivien, Chile und Argentinien packen – vom 19.1.-23.02. Damit nicht genug fängt für mich Karneval am 03.03. in Panama an und die Landestour wird am 24.03. enden. Im April werde ich dann auch die Uni wieder von innen sehen – oh graus! Gott sei Dank nur mit Mikro als Fach….wird entspannt glaub ich! Soweit von mir und meinen Plänen, nochmal ein gutes Neues an alle, sobald ich Luft hab melde ich mich wieder!

Fotos: http://img684.imageshack.us/g/imgp7069z.jpg/

7.1.11 16:18
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Steffi#2 (9.1.11 12:19)
da sag ich nur: *like* :D
bzw zum letzten teil *don't like* viel spaß und bis hoffentlich ganz bald!


Karin (12.1.11 16:08)
Hui, Calapagos des is bestimmt super! so jetz erst mal fotos von affen und wasserfällen anschaun =)

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