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Von Buckelwalen an der Küste bis in den Regenwald an Kolumbiens Grenze

Nachdem hier sehr lange Zeit Funkstille war, aus Faulheit und weil nichts spannendes passiert ist, sollte ich wohl doch über meine letzten größeren Aktivitäten hier berichten.

Eine davon fand von 28.6.-1.7. statt und war unsere Tour an die Küste Ecuadors in die Provinz Manabí, nach Puerto Lopez. Am ersten Tag sind wir zu den Stränden von Los Frailes gefahren, die mit zu den schönsten Stränden Ecuadors zählen! Dort haben wir uns glaub ich über eine Stunde im Meer mit den hohen Wellen vergnügt und sind danach zu einem kleinen Spaziergang auf einen Aussichtspunkt aufgebrochen. Von dort hatte man eine atemberaubende Sicht auf die Nordküste Richtung der Stadt Manta und natürlich auf die Strände und das Meer. Danach haben wir noch 2 andere Strände aufgesucht, die in der Bucht nebenan lagen....wunderschön! Abends gings natürlich auf ein paar Bierchen an den Strand - in Liegestühlen unter Palmen.

Am Mittwoch stand dann der eigentliche Grund unserer Reise an: Die Tour zur Isla de la Plata - die sowas wie ein kleines Galapagos darstellt - und auf dem Weg dorthin die Buckelwale zu beobachten, die jedes Jahr von Juni bis September vor die Küste Ecuadors ziehen um sich dort zu paaren und ihre Jungen zu gebären. Die Wale haben auch nicht lange auf sich warten lassen - großartiges Schauspiel wenn diese riesigen und tonnenschweren Körper wie nichts aus dem Wasser schießen nur um mit einem riesigen Platschen wieder hinein zufallen! Auf der Insel gabs etliche Blaufußtölpel, Fregattvögel und im Meer ein paar niedliche Schildkröen zu sehen - wie auf Galapagos eben, nur eine Nummer kleiner. Auf der Rückfahrt haben wir dann nochmal 2 Wale gesehen - diese hatten sich wohl schon als Pärchen gefunden und haben uns nochmal auf eine eindrucksvolle Show eingeladen: Wie beide parallel senkrecht aus dem Wasser schießen und abwechselnd um die Wette springen/turteln. Ein letztes Highlight bot sich uns als einer der Wale komplett aus dem Wasser sprang - spätestens da waren alle mit offenen Mündern und staunenden Gesichtern zu sehen!

Am selben Tag gings dann noch nach Montanita - einem Surferort und sehr interessant für jegliches Partyvolk. Dort verbrachten wir unsere Tage bis Freitag früh mit Strand und ein bisschen Party.

Am Freitag sind wir dann noch nach Salinas gefahren, einer etwas größeren Stadt mit einer Strandpromenade. Leider war es dort ziemlich kalt, da es an der Küste grad mehr oder weniger Winter ist. Dafür haben wir uns nochmal gute Meeresfrüchte schmecken lassen, dank Chris hab ich auch endlich mal eine Languste probieren können - hier im Vergleich zu Deutschland natürlich spottbillig!

Zweiter hammer Ausflug führte uns vom 7.-10.7. nach Cuyabeno - in den Regenwald zwischen den Grenzen Kolumbiens und Peru. Zunächst ging es mit dem Bus nach Lago Agrio - einer super hässlichen Ölstadt. Von dort 110km landeinwärts mit einem Bus um dann anschließend nochmal rund 30km mit einem Kanu auf dem Fluss Cuyabeno zurückzulegen, bevor wir zu unserem Camp mitten im Wald gelangt sind. Der Weg dorthin war natürlich gespickt von Spinnen, Schmetterlingen, verschiedenen Vogelarten und Affen! Im Camp angekommen hieß es für uns gleich bereit machen zum Schwimmen in der Lagune mit Sonnenuntergang - traumhaft schön! Danach ging es noch ca. 1h auf Nachtwanderung durch den Wald mit allen möglichen Insekten, Spinnen - darunter eine Tarantel - und Fröschen. Im Camp angekommen wurden uns die Haustiere des Camps gezeigt, die immer abends auftauchen: Auf jedem Palmendach saß mindestens eine Tarantel - da schläft man auch gleich viel besser! Kakerlaken gabs natürlich auch, beim Stefan haben sie sogar einen eingepackten Müsliriegel aufgemacht und zum Teil gegessen, bei mir haben sie sich nur im Rucksack versteckt!^^

Der zweite Tag im Dschungel führte uns zunächst in den Wald um die riesigen Ceibo Bäume zu bestaunen und danach zu einer dort ansässigen Gemeinde - die leider sehr touristisch war. Dort durften wir dann Yuccabrot machen, was eigentlich super einfach ist, sehr schnell geht und auch noch richtig lecker schmeckt. Leider hatte der Schamane keine Zeit für uns, der war schon in der Mittagspause in der Hängematte. Deswegen sind wir zurück ins Camp und von dort wieder zum Schwimmen in die Lagune, auf dem Weg haben wir noch einen Süßwasserdelphin entdeckt - niedlich! Abends haben wir uns auf die Suche nach Kaimanen gemacht, aber ohne Erfolg, da das Wasser ziemlich hoch war und diese somit tief im Gebüsch saßen.

Der dritte Tag bescherte uns eine 3-stündige Wanderung im Wald, wo uns alle möglichen nützlichen Pflanzen und wieder etliche Tiere gezeigt wurden. Mein Lieblingstier war glaub ich die Ameise, die nach Limone schmeckt und die kam genau richtig, denn wir hatten viel Hunger! Das lustigste war mit Sicherheit die Überquerung eines Sumpfes, wo viele manchmal steckengeblieben sind. Am Nachmittag hieß es erstmal ausruhen in den Hängematten, bevors es danach wieder zu unserem abendlichen Schwimmtraining ging. Diesesmal haben wir 2 Kaimane gesichtet, man hat aber leider nur den Kopf gesehen! Abends hat sich ins  Camp ein kleiner 2m Kaiman verirrt - richtig süß! Wir durften ihn auch dabei beobachten wir er sich einen Frosch zur Nachspeise geschnappt hat.

An unserem letzten Tag wollten wir eigentlich früh aufstehen um Vögel zu beobacht und Delphine zu suchen - aber leider hat es zu stark geregnet und so blieb uns am letzten Tag nur die Heimreise - 2h im Boot bei strömenden Regen, nicht so toll! Am Flughafen in  Lago Agrio angekommen war auch keine Menschenseele - nicht ein Angestellter! Nach ca. 3h Warten ging es dann auch wieder zurück nach Quito - 25 min Flug, war richtig angenehm und mit einer hammer Aussicht!  Zuerst Regenwald, wohin das Auge blickt und nach ca. 10 min Flug hatte man schon die Anden wieder unter sich. Glaub das ist einzigartig auf der ganzen Welt!

Schonmal Danke an Ecuador, an ein großartiges und einzigartiges Land, in dem es einfach alles gibt - von Dschungel bis zu 6000m hohen Vulkanen, Küste und die Islas Encantadas, Galapagos - an seine großartigen und netten Bewohner, mit denen es in 11 Monaten nicht ein einziges Problem gab und an alle Freunde hier, mit denen ich dieses großartige Jahr genießen durfte!

Eins ist jetzt schon sicher: Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage! (Und ich hoffe, dass dauert nicht allzulang!)

 Fotos gibt es demnächst auf Facebook!

 

11.7.11 19:27
 


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